Die Qualitätssiegel

An den folgenden Qualitätssiegeln könnt Ihr euch beim Einkauf orientieren. Es gibt zwar Siegel die mehrere Eigenschaften mit einander vereinen, wie beispielsweise vegan + ohne Tierversuche oder Bio-Qualität + ohne Tierversuche, doch oft fehlt dem einen Siegel die gute Eigenschaft des anderen Siegels und wieder umgekehrt. Deshalb sind viele unserer vorgestellten Marken mit mehreren Siegeln Zertifiziert um ihren Ruf als ganzheitlich gesunde Naturkosmetik gerecht zu werden. Nachfolgend erfahrt Ihr wofür welches Siegel steht. Behaltet im Hinterkopf das eine wirklich gesunde und nachhaltige Naturkosmetik nicht nur vegan sein sollte. Die Inhaltsstoffe der Naturkosmetik sollten in Bio-Qualität sein, falls die Rohstoffe nicht aus eigenem Anbau stammen, sollte darauf geachtet werden das diese Fair gehandelt wurden und zu guter Letzt ist auf eine tierversuchsfreie Naturkosmetik zu achten. Dabei sollten sich die Naturkosmetik Marken in ihrer Unternehmensphilosophie ganz klar gegen Tierversuche aussprechen! Achtung, der Hinweis „dieses Produkt wurde nicht an Tieren getestet“ reicht nicht aus. Die Inhaltsstoffe könnten trotzdem an Tieren getestet worden sein.

 

 

Die Veganblume

Die Veganblume wurde 1990 von der Vegan Society England eingeführt und wird in Deutschland von der Veganen Gesellschaft Österreich vergeben. Die Veganblume garantiert das ein Produkt zu 100% vegan ist. Weltweit gibt es bereits über 22000 Produkte die mit der Veganblume zertifiziert wurden. Nicht nur in der Kosmetik findet Ihr die Veganblume, auch Lebensmittel werden mit der Veganblume gelabelt. Kritik von unserer Seite an die Veganblume gibt es aber auch! Die Veganeblume sagt nicht aus ob es sich um Naturkosmetik handelt oder ob die Inhaltsstoffe Bio-Qualität entprechen. Bei der Veganblume geht es um den einen veganen Aspekt. Einige Produkte die dieses Siegel tragen wurden im Herstellungsprozess stark verarbeitet und mit Zusatzstoffen angereichert.

 

 

Zertifizierungskriterien:

  • Das Produkt darf keine tierischen Bestandteile oder tierische Nebenprodukte beinhalten
  • Auch darf das Produkt keine aus Tieren gewonnen Rohstoffe beinhalten (Kuhmilch beispielsweise)
  • Tierversuche sind in jedem Produktionsschritt verboten
  • Während der Produktion dürfen auch keine tierischen Materialien benutzt werden
  • Hersteller die vegane und nicht-vegane Produkte verkaufen müssen ihre Geräte und Maschinen zur Herstellung gründlich reinigen

 


 

PETA Liste für Kosmetik ohne Tierversuche

Die Tierrechtorganisation PETA führt eine Liste in der nur Kosmetikhersteller tierversuchsfreier Kosmetik aufgelistet sind. Die PETA selbst stellt ganz klare Bedingungen an die Kosmetikhersteller um in dieser Liste aufgenommen zu werden. Die PETA USA und PETA Deutschland versichern schriftlich, dass die aufgenommenen Kosmetikhersteller „WELTWEIT keine Tierversuche durchführen oder in Auftrag geben und ihre Produkte auch nicht in Ländern vermarkten, in denen Tierversuche gesetzlich vorgeschrieben sind.“  Es ist ist sehr erfreulich zu sehen, dass die liste stätig wächst und immer mehr Kosmetikhersteller sich ihrer Verantwortung der Tierwelt oder allgemein der Umwelt gegenüber bewusst werden. Unter den vorgestellten Naturkosmetik Marken sind bereits einige ( CMD Naturkosmetik, Sante, 100%Pure) in der PETA liste gegen Tierversuche aufgelistet.

 

Zertifizierungskriterien:

  • Die PETA  befragt die Unternehmen umfangreich nach ihren Testmethoden, Tierversuche müssen im Unternehmen völlig ausgeschlossen sein.
  • Auch die Zulieferer und Hersteller einzelner Inhaltsstoffe der Unternehmen werden auf Tierversuche geprüft!
  • Verkauft ein Unternehmen auf dem chinesischen Markt, ist die Aufnahme nicht möglich (Der chinesische Markt schreibt Tierversuche für Kosmetikartikel vor)
  • Alle Unternehmen müssen eine verbindliche Zusicherungserklärung über die Tierversuchsfreiheit ihrer Produkte unterzeichnen

 

 


 

Hase mit der schützenden Hand

 

Das Siegel „Hase mit der schützenden Hand“ wird vom Internationalen Herstellerverband gegen Tierversuche in der Kosmetik e.V. (IHTK) vergeben und wurde 1979 als international eingetragene Marke eingeführt. Dieses Siegel wurde extra für die Kosmetikindustrie, mit Hauptaugenmerk auf Naturkosmetik aber auch für dekorative Kosmetik sowie Wasch- und Reinigungsmittel, ins Leben gerufen .Unternehmen dessen Produkte dieses Siegel tragen produzieren ganzheitlich nach den strengen Richtlinien des Deutschen Tierschutzbundes. Grundvoraussetzung für dieses Siegel ist die Produktion ohne Tierversuche.

 

 

Zertifizierungskriterien:

  • Unternehmen müssen eine rechtsverbindliche Erklärung abgeben in der geschrieben steht, dass:
    • Keine Tierversuche im gesamten Herstellungsprozess bis hin zum Endprodukte durchgeführt werden
    • Keine Rohstoffe verarbeitet werden, die nach dem 01.01.1979 erstmals im Tierversuch getestet wurden
    • Kein Produkt darf aus Tieren gewonnene Rohstoffe beinhalten für die ein Tier getötet oder gequält wurde
    • Keine wirtschaftliche Abhängigkeit zu anderen Firmen besteht, die Tierversuche durchführen oder in Auftrag geben
  • Unternehmen müssen eine vollständig detaillierte Rohstoffliste mit Lieferantenangabe abgeben
  • Unternehmen müssen die Inhaltsstoffe ihrer Produkte auf den Produkten selbst oder in den Katalogen vollständig angeben.

 


 

The Leaping Bunny

Das Leaping Bunny Siegel wird von der Cruelty Free International & CCIC (Coalition for Consumer Information on Cosmetics) an Unternehmen vergeben. Es ist das einzige international gültige Siegel. Möglich wurde das durch den Zusammenschluss von acht Tierschutzorganisationen aus den USA und Kanada welche den Corporate Standard of Compassion for Animals, sprich den Leaping Bunny Standart betreuen. In Europa ist dieser Standart besser bekannt unter dem namen Humane Cosmetics Standard. Das Leaping Bunny Siegel ist somit wohl das am strengsten zu zertifizierende Siegel. Kritik erhält der Leaping Bunny trotzdem von uns, da sich auch Unternehmen zertifizieren lassen können. die zu einem Konzern gehören welches Tierversuche durchführt oder durchführen lässt. Zwar muss dies auf der online Positivliste von Cruelty Free International & CCIC notiert werden, doch durch die alleinige Betrachtung des Siegels auf einem Produkt, ist es nicht erkennbar.

 

Zertifizierungskriterien:

  • Das Unternehmen darf keine Tierversuche im gesamten Herstellungsprozess bis hin zum Endprodukte durchgeführen
  • Auch dürfen keine Tierversuche vom Unternehmen in Auftrag gegeben werden
  • Das Unternehmen darf keine Produkte oder Inhaltsstoffe von anderen Produzenten oder Lieferanten beziehen, welche Tierversuche durchführen.
  • Verkauft ein Unternehmen auf dem chinesischen Markt, ist die Aufnahme nicht möglich (Der chinesische Markt schreibt Tierversuche für Kosmetikartikel vor)
  • Die Zertifizierung muss jährlich erneuert werden

 


ECOCERT

ECOCERT hat im Jahre 2002 in Zusammenarbeit mit Fachleuten aus der Kosmetikbranche, Verbrauchern sowie führende Industrie- und Regierungsvertretern einen Standart für Natur- und Biokosmetik  entwickelt. Mittlerweile haben sich bereits über 1000Unternehmen mit dem ECOCERT Siegel zertifizieren lassen. ECOCERT prüft den Ursprung aller Inhaltsstoffe sowie dessen Herstellungsverfahren vor Ort mit der Hilfe eines ECOCERT Kontrolleurs. Im Fokus steht bei ECOCERT die Natürlichkeit der Inhaltsstoffe. In Sachen Tierversuche hat ECOCERT keine extra Kriterien. Alle Unternehmen die im Rahmen der Europäischen Gesetzgebung agieren können sich also für das ECOCERT bewerben. Dies ist ein ganz klarer Minuspunkt für ECOCERT!

ECOCERT unterteilt in zwei verschiedene Labels. Zum einen das ECOCERT Biokosmetik Label und das ECOCERT Naturkosmetik Label.

 

Zertifizierungskriterien:

  • Für das ECOCERT Biokosmetik Label müssen mindestens 95% der Pflanzlichen Inhaltsstoffe in der Rezeptur und mindestens 10% der gesamten Inhaltsstoffe (in Gewichtsanteilen) aus Bio-Anbau stammen.
  • Für das ECOCERT Naturkosmetik label  müssen mindestens 50% der pflanzlichen Inhaltsstoffe in der Rezeptur und mindestens 5% der gesamten Inhaltsstoffe (in Gewichtsanteilen) aus Bio-Anbau stammen.
  • Eine Kontrolle durch einen Ecocert Kontrolleur vor Ort
  • Eine eindeutige Deklaration aller Produkte Produkte.

 

Die Prozentzahlen von 95% und 50% kommen dadurch zustande das einige Bestandteile der Rezepturen nicht Bio-Zertifiziert seien können (Wasser, Salze und Mineralien beispielsweise)

 


 

ICADA

Das ICADA Bio- und Naturkosmetikzeichen ist ein Premium-Label für authentischen Bio- und Naturkosmetik-Firmen. Der ICADA Verband hat die Kriterien für Naturkosmetik und für Biokosmetik zusammengeführt. Der Verband ist sich genau so einig wie wir darüber, dass die Naturkosmetik in ihrer Ursprünglichen form „Bio“ ist und deshalb auch in Bio-Qualität sein sollte. „Das Label weist auf die Rückkehr zu den Wurzeln der traditionellen Naturkosmetik und deren ursprünglichen Werte hin.“ Außerdem ist das ICADA Label nicht für Discounter verfügbar und steht neben der Qualität der Inhaltsstoffe auch für eine tierversuchsfreie Herstellung. Doch der Einsatz von Rohstoffen, die traditionell von lebenden Tieren produziert werden ( Beispielsweise Milch und Honig) ist gestattet. Somit steht dieses Laber nicht für vegan.

 

Zertifizierungskriterien:

  • Natur-Orientierung in der Unternehmenskultur und Produktphilosophie mit überwiegender Naturkosmetik im Sortiment
  • Der Einsatz pflanzlicher Rohstoffe muss soweit möglich aus zertifiziertem Bio-Anbau bestehen
  • Rohstoffe, die vor dem 01.01.1998 noch nicht in der Kosmetikindustrie eingesetzt wurden, dürfen nur dann verwendet werden, wenn sie nicht im
    Tierversuch getestet worden sind.
  • Es wird auf Natur-abträgliche Verpackungen geachtet
  • Unabhängige Prüfinstitute gewährleisten die Einhaltung aller Kriterien

 


 

NaTrue

Das NaTrue Siegel wurde von Pioniere und den größten Hersteller authentischer Natur- und Biokosmetikprodukte in Europa ins Leben gerufen. Diese Hersteller begannen bereits in den 60er Jahren mit der Herstellung von Natur- und Biokosmetik. Schnell wurde den Herstellern und Gründungsmitgliedern aber klar, dass aufgrund von Verwirrung unter den Verbrauchern ein einheitliches Siegel eingeführt werden muss. Dieses Siegel soll strengen Richtlinien unterliegen und für eine hohe Qualität der Inhaltsstoffe stehen. Künstliche Inhaltsstoffe sind bei NaTrue nicht zugelassen. 2008 wurde das Siegel dann eingeführt. 2009 wurden die ersten 400 Produkte zertifiziert, 600 weitere folgten im Jahr 2010 und bis Mai 2015 erhöhte sich die Anzahl zertifizierter Produkte auf rund 4300 Stück. NaTrue steht für die Reinheit und für die Qualität von Produkten. Hinsichtlich der Tierversuche wurde im Januar 2014 eine Tierversuchsfreiheit in die Richtlinien mit aufgenommen. Dies hatte zur Folge, dass Hersteller von NaTrue zertifizierten Produkten nicht mehr in Länder exportieren dürfen, die im Verdacht stehen, Tierversuche an diesen Produkten durchzuführen. Für NaTruh steht fest „Tierversuche sind grundsätzlich gegen Natrues zugrundeliegende Werte und Ethik“. Ohne Tierversuche bedeutet wiederum nicht, dass die Produkte Vegan sind. Die Produkte können durchaus beispielsweise Kuhmilch oder Honig enthalten.

 

Zertifizierungskriterien:

  • Hauptkriterium ist die Verwendung von natürlichen, naturnahen und naturidentischen Inhaltsstoffen
  • Künstliche Inhaltsstoffe sind nicht erlaubt
  • Unterteilung in drei verschiedene Stufen:
    • 1 Stern (Naturkosmetik): Bio-Qualität ist hier nicht vorgegeben, die Hauptkriterium tritt hier in Kraft
    • 2 Sterne (Naturkosmetik mit Bio-Anteil): Mindestens 70% der Inhaltsstoffe müssen in Bio-Qualität sein
    • 3 Sterne (Biokosmetik): Mindestens 70% der Inhaltsstoffe müssen in Bio-Qualität sein

Seit 2010 kann man über den QR-Code auf den Produkten herausfinden, in welcher Stufe das jeweilige Produkt eingestuft ist


 

BDIH

Der Bundesverband der Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und kosmetische Mittel e.V. wurde 1951 als non-Profit Vereinigung in Mannheim gegründet. Gründer waren Hersteller und Vertriebsunternehmen welche 2001 durch die Einführung des BDIH Siegels einen Standard für kontrollierte Naturkosmetik setzten. Nicht nur das jeweilige Produkte ist ausschlaggebend für eine Zertifizierung, mindestens 60% der Marke des jeweiligen Produktes, müssen den Standard des BDIH für kontrollierte Naturkosmetik erfüllen. Der BDIH hat in den Standards festgelegt das 15 ausgewählte Rohstoffe aus Bio-Anbau stammen müssen. Für den rest gilt, dass diese Rohstoffe soweit wie möglich aus Bio-Anbau stammen sollten. Weiter ist der Standard um die restlichen Rohstoffe nicht definiert. Doch trägt der Produktname das Wort „Bio“ (zB. Biocreme“), gilt die Vorschrift das 95% der Inhaltsstoffe dieses Produktes aus Bio-Anbau stammen muss. Tierversuche sind weder am Produkt selbst noch in der Herstellung erlaubt. Damit steht das BDIH Siegel auch für  tierversuchsfreie Kosmetik. Ohne Tierversuche bedeutet auch hier wieder nicht, dass die Produkte Vegan sind. Die Produkte können durchaus beispielsweise Kuhmilch oder Honig enthalten.

Zertifizierungskriterien:

  • 15 pflanzliche Rohstoffe (zB. Jojobaöl, Olivenöl, Sojaöl, Palm- und Kokosöl etc.), müssen von Pflanzen aus zertifiziertem Bio-Anbau stammen
  • Tierversuche sind am Endprodukte aber auch im gesamten Herstellungsprozess verboten. Ausgeschlossen sind Rohstoffe, die nach dem 31.12.1997 an Tieren getestet wurden.
  • Künstliche Inhaltsstoffe sowie Paraffine oder andere Erdölprodukte sind nicht erlaubt
  • Verpackungsmaterialien müssen möglichst sparsam eingesetzt werden und aus recycelbaren Materialien bestehen.

 


COSMEBIO

 


FAIRTRADE

 


demeter